Oktoberfest traditionell: Top 3 alternative Wiesn-Tipps

Heimspiel Münchner Oktoberfest

Als Münchner genießt man in Sachen Wiesn ja einen wunderbaren Heimvorteil. Sprich, man kann dann aufs Oktoberfest gehen, wenn es nicht ganz so voll ist. Zum Beispiel unter der Woche nach der Arbeit oder am Sonntag, wenn die Wochenendbesucher von auswärts schon wieder auf dem Heimweg sind.

Kündigen sich allerdings Gäste an, wollen diese verständlicherweise meist den Samstag für einen Wiesn-Besuch nutzen. Nun habt ihr die Wahl: Zähne zusammenbeißen, um sechs Uhr aufstehen und ab zum fröhlichen Anstehen im Morgengrauen. Oder schnell eine überzeugende Alternative überlegt zum Oktoberfestzelt-Getümmel.

Wiesn für Nostalgiker

Eine wunderbare Alternative zu überfüllten Zelten und überteuerten Achterbahnen sind für mich die traditionellen Fahrgeschäfte auf der Wiesn. Gerade Besuchern von Auswärts ist oft gar nicht bewusst, was das Oktoberfest hier zu bieten hat. Meine drei liebsten traditionellen Fahrgeschäfte, die ihr euren Gästen auf keinen Fall vorenthalten solltet, sind:

1. Teufelsrad

Das Prinzip ist so simpel wie genial: Man nehme eine Drehscheibe, ein paar Freiwillige und einen Moderator, der nicht auf den Mund gefallen ist. Für jede Runde werden neue Konstellationen an Wiesn-Besuchern auf die Bühne bzw. Drehscheibe gebeten: Frauen in roten Dirndln, Männer in blauen Hemden – oder Wagemutige, die bereit sind, auch mal in den „Boxring“ zu steigen. Das Ziel ist, sich möglichst lange auf der immer schneller werdenden Drehscheibe zu halten. Bei besonders talentierten (oder nüchternen) Teilnehmern, die nicht aufgeben möchten, wird ein Pendel von der Decke gelassen. Damit wird dann gnadenlos versucht, den Kandidaten oder die Kandidatin von der Drehscheibe zu bugsieren. Für ein relativ geringes Eintrittsgeld darf man so lange zuschauen und sich amüsieren, wie man möchte.

Teufelsrad Oktoberfest Wiesn Muenchen
Die Regeln beim Teufelsrad sind schnell erklärt: Irgendwie auf der Drehscheibe bleiben.

2. Flohzirkus

Diese kultige Wiesn-Attraktion hat einige Jahre auf dem Buckel. Über 50, um genau zu sein. Genauso lang bringt die Familie Mathes ihren klitzenkleinen Flöhen Kunststücke bei. Zum Beispiel, eine Kutsche zu ziehen oder ein Tor zu schießen. Könnt ihr euch nicht vorstellen? Genau deswegen müsst ihr mindestens einmal beim Flohzirkus vorbei schauen!

3. Toboggan

Die Toboggan ist das älteste Fahrgeschäft des Oktoberfests: Seit 1908 steht die nach französischem Vorbild gebaute Turmrutschbahn auf der Festwiese. Trotz ihre beeindruckenden Alters und einiger Umbauten begeistert das Fahrgeschäft die Wiesn-Besucher nach wie vor. Was vor allem an dem Laufband liegt, das einen hoch zur Riesenrutsche befördert. Gerade nach zwei, drei Maß ist es eine nicht zu unterschätzende koordinatorische Herausforderung, auf dem Laufband stehen zu bleiben. Deswegen macht gerade zu späterer Stunde alleine das Zuschauen vor dem Toboggan großen Spaß.

Profi-Tipp: Leicht nach vorne beugen und niemals niemals am Geländer festhalten. Gerade Frauen wird auch gerne eine stützende Hand von den Angestellten gereicht, sofern sie das möchten.

Toboggan Fahrgeschaeft Oktoberfest Wiesn
Eine der größten Herausforderung beim Toboggan: Auf dem Laufband stehen bleiben.

Wo? Auf dem Oktoberfest auf der Theresienwiese | Überblick Fahrgeschäfte

Wann? Zur Wiesn-Zeit von Mitte September bis Anfang Oktober.

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Was ist eure liebstes Traditions-Fahrgeschäft auf der Wiesn? Ich freue mich über eure Empfehlungen im Kommentarbereich unter dem Beitrag!

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