Sich durch das Winter-Tollwood schlemmen

Tollwood: Das perfekte Rundum-Festival-Paket

Ihr habt zur Adventszeit Besuch? Dann ab aufs Tollwood! Das Winter-Festival ist nämlich eine ziemlich perfekte Mischung aus Kunst und Kultur, extrem leckerem Multikulti-Bio-Essen und kreativem Handwerk.

Ein Abstecher aufs Tollwood lohnt sich vor allem nach Sonnenuntergang, weil ihr dann in den Genuss der wunderschönen Lichtinstallationen kommt. Außerdem gibt es auf dem Festival-Gelände künstlerische Showeinlagen, von deren Kreativität ich jedes Mal aufs Neue begeistert bin.

Lichtinstallationen Winter-Tollwood Theresienwiese
Beliebter Bestandteil eines jeden Tollwood Winterfestivals: Die Lichtinstallationen.

Nicht ganz so begeistert bin ich hingegen vom teilweise recht großen Gedränge am Wochenende – das Tollwood ist eben schon lange kein Geheimtipp mehr. Aber weil man gerade zur Vorweihnachtszeit den großen Menschenmassen sowieso nicht entkommen kann, sollte euch das auf keinen Fall von einem Besuch abhalten.

Kreatives Kunsthandwerk bei Wohlfühltemperaturen

Die Hälfte des Tollwood-Festivals spielt sich in Zelten ab. Das ist ziemlich praktisch, weil mir auf Weihnachtsmärkten gerade bei nasskalten Temperaturen trotz stetiger Versorgung mit Glühwein ziemlich schnell die Füße abfrieren.

Sollte bei euch also Eisklotzalarm angesagt sein, schaut ihr zum Beispiel einfach ins große Basar-Zelt (zum Tollwood-Geländeplan). Dort ist es nicht nur angenehm warm, sondern ihr könnt auf dem „Basar“ auch ziemlich gut Weihnachtsgeschenke shoppen. Viele Stände verkaufen Kunsthandwerk, darunter viele tolle Unikate, die ihr so bei Amazon & Co nicht findet.

Bio-zertifiziertes Essen aus aller Welt

Ein Tollwood-Besuch ist jedoch erst dann komplett, wenn ihr euch durch das Festivalgelände geschlemmt habt. Wie bei anderem Weihnachtsmärkten auch schmeckt es bei dem einem Stand mal besser als bei dem anderen. Insgesamt ist das Geschmacks-Niveau aber sehr hoch. Und das liegt nicht nur daran, dass das gesamte Essens- und Getränkeangebot bio-zertifiziert ist.

Tollwood Gastropreis Mamba Wraps Stand
Einer meiner Favoriten auf dem Winter- und Sommer-Tollwood: Mamba Wrap

And the Gastropreis goes to…

Das Geheimnis des guten Tollwood-Geschmacks liegt unter anderem im zwei Mal jährlich vergebenen Gastropreis  begründet. Die Vergabe läuft dabei wie folgt ab: Jeden Tag befragen Münchner Studenten fünf Besucher pro Stand nach ihrem Eindruck (Geschmack, Preis-Leistung, Freundlichkeit, Dekoration etc.). Aus diesen Befragungen ergeben sich letztlich die Gesamtnoten und Gewinner pro Kategorie, die ihr auf der Tollwood-Website nachlesen könnt.

Für die Veranstalter ist dieses Gastro-Ranking eine wertvolle Entscheidungshilfe: Wie ich erfahren habe, bewerben sich jedes Jahr rund 500 Gastronomen für einen der 50 Standplätze auf dem Tollwood – viele davon auch aus dem Ausland. Da erleichtern die Schulnoten natürlich die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter etwas.

Bodenständige Hausmannskost kommt an

Sehr hilfreich ist der Gastropreis aber auch für uns Besucher:  Zumindest wurde ich noch nie vom Angebot eines Preisträgers enttäuscht. Daher möchte ich euch nun einen kleinen Überblick über die Gewinner der Saison 2016 geben und euch verraten, wo es mir besonders gut geschmeckt hat.

Nicht zum ersten Mal unter den Gewinnern ist die gallische Druidenbar – und das auch mehr als verdient: Die Bude ist mit Liebe zum Detail dekoriert, es gibt eine deftige Wildschweinsemmel zur Stärkung und – mein persönliches Highlight – einen köstlichen „Zaubertrank“ im stilechten Fläschchen (und immerhin 15 Promille).

Tollwood Zaubertrank Druiden
Magisch: Gallischen Zaubertrink gibt an der Druidenbar.

Beim diesjährigen Gewinner in der Kategorie „Speisen“ – der Kartoffelei –  hat mich vor allem die Pulled Beef Semmel überzeugt. Das Fleisch wird über 30 Stunden lang zart gegart und mit der Dirty Harry BBQ Sauce (vom einheimischen Münchner Kindl Senfhersteller) verfeinert. Köstlich – und natürlich alles bio.  Münchner Wurzeln hat auch der Schwabinger Punsch der Kartoffelei: er besteht aus Mangosaft und Ingwer-Likör von The Duke. Auch die Spiralkartoffeln scheinen ein echter Publikumsliebling zu sein.

Und zum Schluss noch meine persönliche Empfehlung: Schaut zum Nachtisch im gemütlichen „EssZimmer“ vorbei und probiert den leckeren Glühwein mit in Rum getränkten Himbeeren. Und die wunderbar warmen Apfelringe von „Omas Küche“.

Apfelringe Wie bei Oma Esszimmer Tollwood
Wie bei Omas: Süße Klassiker wie Apfelringe oder Arme Ritter kommen gut an beim Publikum.

Wo? Auf der Theresienwiese; U-Bahnhaltestelle „Theresienwiese“

Wann? Zur Adventszeit | Wenn ihr Lust auf weitere Weihnachtsmärkte habt, schaut euch am besten meine Top 5 fürs Christkindlmarkt-Hopping an.

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